7 Faktoren, die den PV-Ertrag beeinflussen
1. Standort
Der Standort der Photovoltaik-Anlage ist einer der wichtigsten Faktoren für ihren Ertrag. In Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung, wie etwa Süddeutschland, erreichen PV-Anlagen höhere Erträge im Vergleich zu nördlicheren Regionen, da die Sonneneinstrahlung hier intensiver und die Anzahl an Sonnenstunden höher ist.
2. Ausrichtung der Module
Die beste Ausrichtung für PV-Module ist gen Süden, da in diesem Fall die meisten Sonnenstunden genutzt werden können. Module, die Richtung Osten oder Westen ausgerichtet sind, liefern zwar weniger Energie (ca. 80 % des Potenzials), können aber immer noch effektiv arbeiten – besonders bei Häusern, die Ost-West-Dächer haben.
3. Neigungswinkel
Ein Neigungswinkel von 30 bis 40 Grad ist ideal für PV-Anlagen, um den Sonnenstand optimal zu nutzen. Flachere oder steilere Solardächer können ebenfalls funktionieren, aber die Energieausbeute sinkt etwas. Möglich ist auch eine Konstellation mit einem verstellbaren Neigungswinkel.
4. Schatten und Verschattung
Dauerhafte Verschattung durch Schornsteine, Dachgauben, Bäume oder Nachbargebäude reduziert den Ertrag erheblich, da selbst kleine Schattenpartien zu Spannungsverlusten im System führen können. Moderne Anlagen nutzen daher Optimierer oder spezielle Wechselrichter, um die Ertragsminderung so gering wie möglich zu halten.
5. Wetter und Jahreszeiten
Die Jahreszeiten beeinflussen die Produktion natürlich auch: Im Sommer werden Höchstwerte erreicht, während im Winter, mit kürzeren Tagen und geringerer Sonneneinstrahlung, weniger Strom produziert wird. Auch tägliche Wetterveränderungen wie Bewölkung und Regen spielen eine Rolle.
6. Modulqualität und Effizienz
Hochwertige Module mit effizienten Solarzellen bieten stabilere und höhere Erträge. Deshalb verbauen wir bei RaiffeisenVolt ausschließlich Qualitätsprodukte von führenden Marktanbietern.
7. Verschmutzung und Wartung
Staub, Laub oder Schnee auf den Modulen reduzieren die Stromproduktion. Eine gelegentliche Reinigung – speziell in staubigen oder schneereichen Gegenden – ist sinnvoll, um die Effizienz der Anlage und die maximale Leistung aufrechtzuerhalten.
Ertrag einer PV-Anlage im Jahresverlauf
Der Ertrag einer Photovoltaik-Anlage schwankt im Jahresverlauf spürbar, da die Stromproduktion eng mit der Sonnenintensität und der Tageslänge zusammenhängt. In den Sommermonaten, wenn die Tage lang sind und die Sonneneinstrahlung intensiv ist, erzielen PV-Anlagen die höchsten Erträge. Spitzenwerte werden typischerweise in den Monaten Mai bis Juli erreicht.
Im Gegensatz dazu sinkt der Ertrag in den Wintermonaten erheblich, da die Sonneneinstrahlung geringer ist und die Tage kürzer sind. In den dunkelsten Monaten, wie Dezember und Januar, produzieren PV-Anlagen oft nur 10–20 % ihres Sommerertrags. Eine 10 kWp-Anlage kann dann täglich nur etwa 5 bis 10 kWh Strom liefern. Dies entspricht einem jährlichen Anteil von nur rund 2–5 % des Gesamtertrags in diesen Monaten.
Die saisonale Schwankung wird durch die folgenden Aspekte beeinflusst:
▪️Die längsten Tage bieten die meisten Sonnenstunden.
▪️Im Sommer steht die Sonne höher, und das erhöht die Energieproduktion.
▪️Bewölkung und Niederschlag reduzieren den Ertrag, besonders in den Herbst- und Wintermonaten.
Hier ein paar durchschnittliche Beispielwerte im Überblick:
| Kennzahl |
Wert |
| Jahresertrag Ø |
968 kWh/kWp |
| Ertragreichster Monat |
Juli (134 kWh/kWp) |
| Ertragsschwächster Monat |
Dezember (15 kWh/kWp) |
| Sommerhalbjahr-Anteil |
~72 % des Jahresertrags |
| Winterhalbjahr-Anteil |
~28 % des Jahresertrags |
Diese Schwankungen müssen bereits bei der Planung der PV-Anlage einberechnet werden. Das Gute: Eine PV-Anlage mit Speicher kann den Sommerüberschuss speichern und in den dunkleren Monaten verfügbar machen.
Ertrag einer PV-Anlage im Tagesverlauf
Der Ertrag einer PV-Anlage schwankt im Tagesverlauf je nach Sonnenstand und Ausrichtung der Module. PV-Anlagen starten die Stromproduktion bei Sonnenaufgang, erreichen ihr Maximum zur Mittagszeit und nehmen gegen Sonnenuntergang wieder ab. Der Ertrag ist dabei auch abhängig von der Himmelsrichtung der Module:
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Ausrichtung
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Tageszeit mit maximalem Ertrag
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Süden
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Mittags
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Osten
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Vormittags
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Westen
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Nachmittags
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Norden
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Bei diffusem Licht gleichmäßig
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An sonnigen Tagen kann eine südlich ausgerichtete Anlage mittags den höchsten Ertrag erzielen. Wolken, Regen und Schatten beeinflussen den Tagesertrag jedoch erheblich. Das führt vor allem an dunklen Wintertagen zu spürbaren Leistungsschwankungen.