Was sagt der Ertrag einer PV-Anlage aus?
Der Ertrag einer Photovoltaik-Anlage beschreibt die Menge an Solarstrom, die eine Anlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums – häufig pro Jahr – produziert. Angegeben in Kilowattstunden (kWh), dient dieser Wert als wichtige Kennzahl zur Bewertung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Anlage. Ein hoher Ertrag bedeutet, dass die Anlage effektiv Strom erzeugt und somit Energiekosten reduzieren sowie Umweltvorteile bieten kann. Die Höhe des Ertrags wird durch mehrere Faktoren beeinflusst.
7 Faktoren, die den PV-Ertrag beeinflussen
Standort
Der Standort der Photovoltaik-Anlage ist einer der wichtigsten Punkte. In Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung, wie etwa Süddeutschland, erreichen PV-Anlagen höhere Erträge im Vergleich zu nördlicheren Regionen, da die Sonneneinstrahlung hier intensiver und die Anzahl an Sonnenstunden höher ist.
Ausrichtung der Module
Die beste Ausrichtung für PV-Module ist Süden, da in diesem Fall die meisten Sonnenstunden genutzt werden können. Module, die Richtung Osten oder Westen ausgerichtet sind, liefern zwar weniger Energie (ca. 80 % des Potenzials), können aber immer noch effektiv arbeiten – besonders bei Häusern, die Ost-West-Dächer haben.
Neigungswinkel
Ein Neigungswinkel von 30 bis 40 Grad ist ideal für PV-Anlagen, um den Sonnenstand optimal zu nutzen. Flachere oder steilere Dächer können ebenfalls funktionieren, aber die Energieausbeute sinkt etwas. Möglich ist auch eine Konstellation mit einem verstellbaren Neigungswinkel.
Schatten und Verschattung
Dauerhafte Verschattung durch Schornsteine, Dachgauben, Bäume oder Nachbargebäude reduziert den Ertrag erheblich, da selbst kleine Schattenpartien zu Spannungsverlusten im System führen können. Moderne Anlagen nutzen daher Optimierer oder spezielle Wechselrichter, um die Ertragsminderung so gering wie möglich zu halten.
Wetter und Jahreszeiten
Die Jahreszeiten beeinflussen die Produktion natürlich auch: Im Sommer werden Höchstwerte erreicht, während im Winter, mit kürzeren Tagen und geringerer Sonneneinstrahlung, weniger Strom produziert wird. Auch tägliche Wetterveränderungen wie Bewölkung und Regen spielen eine Rolle.
Modulqualität und Effizienz
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Verschmutzung und Wartung
Staub, Laub oder Schnee auf den Modulen reduzieren die Stromproduktion. Eine gelegentliche Reinigung – speziell in staubigen oder schneereichen Gegenden – ist sinnvoll, um die Effizienz der Anlage und die maximale Leistung aufrechtzuerhalten.
Wie hoch ist der durchschnittliche Ertrag einer PV-Anlage?
Der durchschnittliche Ertrag einer Photovoltaik-Anlage in Deutschland hängt von den oben bereits genannten Faktoren ab.
- Unter guten Bedingungen erreicht eine PV-Anlage etwa 800 bis 1.200 kWh pro Kilowatt Peak (kWp) Leistung pro Jahr.
- Für Südausrichtungen mit optimalem Neigungswinkel sind sogar Erträge von rund 1.000 bis 1.200 kWh/kWp möglich.
- In weniger idealen Fällen oder bei schlechterer Witterung können die Werte jedoch niedriger sein, insbesondere in nördlicheren Regionen Deutschlands.
Im Laufe des Jahres zeigen PV-Anlagen auch saisonale Schwankungen: Während die höchsten Erträge im Sommer erzielt werden, liegt die Produktion im Winter nur bei etwa einem Fünftel des Sommerertrags.